Die 17 schönsten Ideen zum Stoffreste verwerten

Kennt ihr das auch? Ihr sammelt große und kleine Stoffreste und denkt, dass sich damit auf jeden Fall nochmal was anfangen lässt und die Kiste wird größer und größer und ihr vergißt schon völlig, was ihr da an Stoffschätzen gesammelt habt?

Genau diesen Stoffresten, ausrangierten Kleidungsstücken, die sich noch zum Umnähen eignen etc., habe ich den kreativen Kampf angesagt und lasse euch hier an meinen Ideen teilhaben.

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Erstellung Tütensammler – Freebook – Kampf dem Chaos Tag 22

Heute gibt es eine Mischung aus Nähanleitung und Erzählung von meinem Kampf gegen das Chaos.

Plastiktüten

Ich habe ja vor einigen Tagen eine Küchenschublade leer geräumt und dem Zwerg zugewiesen, so dass er ab jetzt leichter an Gläser, Besteck und Ähnliches kommt.

Bisher waren da gesammelte Plastik- und Papiertüten drin. Diese wurden dann erstmal unzeremoniell in die Speisekammer gestopft.

Damit das Ganze etwas schöner aussieht, habe ich dafür aus Stoffresten einen Tütensammler genäht.

Das geht schnell und ist total einfach. Alle, die bereits etwas Näherfahrung haben, brauchen dafür vermutlich auch kein Tutorial, aber da ich noch gut weiß, dass ich mich am Anfang meiner Nähkarriere über so eine Anleitung gefreut hätte, folgt jetzt also eine Art Freebook für das im folgenden Bild zu sehende Teil:

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Anleitung

1 ) Suche dir Stoffreste aus festen, nicht dehnbaren Stoffen, wie Baumwoll-Webware oder Ähnliches.

2) Diese reiße dann in beliebiger Höhe und in 55cm Breite zurecht. Ich sage bewußt „reiße“, denn Baumwolle kann man am Besten reißen, dann wird die Schnittkante am Besten.

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Dafür mache einen kleinen Schnitt an gewünschter Stelle und reiße dann beherzt los.

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3) Lege dir als Nächtes deine Stoffstreifen von 55cm Breite so hin, wie du sie hinterher zusammennähen möchtest. Ganz oben solltest du ein Stück verwenden, was mindestens 15cm hoch ist, da hier der Tunnelzug eingebaut wird – von dem Stück wirst du also im Endeffekt wenig sehen.

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4) Jetzt lege zwei Streifen rechts auf rechts aufeinander. Rechts auf rechts heißt, dass sich die beiden schönen Seiten angucken.

5) Nähe anlang der Außenkante mit einem Zickzackstich fest.

6) Klappe jetzt die Streifen so, dass man die beiden schönen Seiten sieht.

7) Wiederhole das Ganze mit dem nächsten Streifen, bis alle Streifen vernäht sind.

8) Jetzt schließe das große Stoffstück zum Kreis. Dafür klappst du beide Seiten rechts auf rechts aufeinander und nähst wieder mit einem Zickzackstich fest.

Das Resultat ist jetzt ein großer Zylinder ohne Boden oder Deckel.

9) Als nächstes misst du den Durchmesser an einer Seite und schneidest dir einen ensprechenden Kreis aus einem weiterem Stück Stoff zurecht. Dabei gebe noch gut 1cm Nahtzugabe hinzu.

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Wenn der Kreis also z.B. einen Durchmesse von 17cm hat (wie bei mir), dann schneide jetzt einen Kreis von gut 19cm Durchmesser aus.

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10) Dieser Kreis wird unten an den Zylinder geheftet. Auch hier wieder darauf achten, dass sich die beiden schönen Stoffseiten angucken.

Ich habe dafür den Zylinder auf links gedreht (die Nähte zeigen nach außen), den Kreis mit der schönen Seite nach unten von oben in den Zylinder reingesteckt und dann mit Nadeln so festgesteckt, wie es auf dem Foto zu sehen ist.

Genäht wird hier also auf der Innenseite des Kreises.

11) Jetzt widmen wir uns dem oberen Teil. Hier klappe den Stoff einmal mit etwa 1cm Abstand um und dann ein weiteres Mal mit ca. 3cm. So ist die zerfranste Kante nachher verschwunden und ein schöner Tunnelzug entsteht.

Stecke eine Stecknadel kurz unter die Stelle, wo der Tunnelzug aufhört und klappe den Stoff wieder auf.

Kurz über die Stecknadel müssen nun zwei Löcher eingenäht werden. Am Einfachsten geht dies, wenn deine Nähmaschine ein Knopflochprogramm besitzt. Dann nähe einfach zwei Knopflöcher direkt nebeneinander und schneide dann innerhalb der Knopflöcher den Stoff auf.

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Hat deine Maschine keine Knopflochautomatik, stelle dein Programm auf den engst möglichen Zickzack und nähe zwei Kreise nebeneinander.

Dann kannst du hier innerhalb der Kreise ein Loch hineinschneiden.

12) Nun wird der Tunnelzug genäht. Klappe wieder den Stoff erst 1cm und dann ca. 3cm ein. Kontrolliere, dass die gerade genähten Löcher wirklich zu sehen sind und draußen liegen und dann nähe einmal rundherum mit Gradstich oder Zickzack fest.

13) Als Nächstes schnapp dir eine Kordel oder ein sonstiges dickes Band und ziehe das Band durch den Tunnelzug.

Am Besten dann mit einem Kordelstopper oder dickem Knoten versehen, so dass es nicht aus Versehen wieder herausgezogen wird!

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14) Als letztes kannst du noch außen einen Aufhänger anbringen. Am Besten genau gegenüber von den genähten Knopflöchern.

Dafür kannst du z.B. ein Reststück Webband nehmen. Dieses einmal in der Mitte falten und dann unten (an den offenen Enden) noch einmal ein kleines Stück abknicken (damit die zerfransten Enden vernäht werden) und einfach von außen an den Tütensack nähen.

Fertisch.

Die Anleitung klingt jetzt viel komplizierter, als das Nähen war – es ist wirklich ganz einfach und auch für absolute Anfänger zu schaffen! Nur Mut!

 

 

 

 

 

 

 

 

Klapphandschuhe Konstantin

 

Das Schnittmuster liegt jetzt schon ein paar Tage durch und durch getestet und fertig herum – ich wollte es nur noch einmal von Vorne bis Hinten durchlesen – aber ihr wißt ja, wie das so um Weihnachten herum ist.

Letztes Geschenk des Jahres

Das letzte Geschenk des Jahres kommt also von mir – ein Freebook – die Klapphandschuhe Konstantin.

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Hier ein ganz herzlicher Dank an meine vielen Probenäherinnen, die zum Teil 2 oder sogar 3 Versionen des Handschuhs genäht haben und gemeinsam mit mit über den blöden Daumen geflucht haben.

Die Version, wo der Daumen am Besten saß, war leider in den kleinsten Größen quasi unnähbar – also habe ich nochmal ganz neu graduiert und gerechnet und bin mit dem Endergebnis sehr zufrieden.

Jetzt kann ich allerdings erstmal keine Handschuhe mehr sehen. Insgesamt habe ich etwa 100 Stück genäht – am Schluß habe ich nicht mehr gezählt. 😀

Anleitung

Hier kannst du die Anleitung und die Schnittmuster in verschiedenen Größen ( Größe 1, Größe 2, Größe 3, und Größe 4) downloaden. Wenn du nach meinen Handschuhen etwas nähst, würde ich mich über einen Kommentar oder gar ein Bilder der fertigen Handschuhe sehr freuen! Ich habe selber schon oft Freebooks irgendwo abgestaubt und merke jetzt, dass ich viel zu selten einen netten Kommentar hinterlassen habe. 😮

Das ist ja der einzige Lohn, den eine Ebookherstellerin für die massige Arbeit hat. (Das war jetzt genug guilt trip 😉 )

Die Handschuhe passen Kindern von gut einem Jahr bis Ende Pubertät. Ich habe recht kleine Hände – mir paßt die größte Größe auch noch gut.

Genäht werden sollte aus Nicky, Sweat, Wollstoff oder Ähnlichem – Jersey ist zu dünn und laberig – wer unbedingt aus Jersey nähen möchte, findet noch eine Kurzanleitung am Schluß, wie man diesen füttern kann.

Unterschiedliche Hände

Erstaunt war ich im Probenähen darüber, wie unterschiedlich Hände doch so sind – ich hatte gedacht, dass es da weniger Unterschiede geben würde als z.B. bei Oberbekleidung.

Um die richtige Größe zu finden, teste unbedingt vorher mit dem ausgedruckten Schnittmuster aus – eine Anleitung ist auch dazu im pdf Dokument.

Die Handschuhe sind eher weit geschnitten. Sollte dein Kind sehr schmale Hände haben, kann in der Breite etwas weggenommen werden. Für den Zwerg habe ich z.B. an der Seite dann keine NZ gegeben.

Die schmalere Version war allerdings anderen Kindern zu eng und da ich dachte, es ist ärgerlicher, wenn ein Handschuh zu eng ist, als wenn er etwas laberig ist, habe ich für eher kräftige Händchen graduiert.

Vorfreude

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, ob ihr die Idee mit den Klapphandschuhe auch so gut findet wie ich und ob euch das Schnittmuster gefällt.

 

Probenähen ist gestartet

Die Dateien werden gerade versendet – viel Spaß beim Nähen!

Ich wußte ja schon immer (theoretisch), dass so ne Ebookerstellung nicht ohne ist. Aber dass ich jetzt doch das halbe WE und dann noch 2 Abende bis nach Mitternacht da saß, nähte, fluchte, nähte und fluchte, hätte ich dann doch nicht erwartet (und dass, nachdem Papierschnittmuster und generelles Konzept schon lange feststanden!)

Im Endeffekt habe ich 47 (!!!!!!) Handschuhe genäht und den ursprünglichen Schnitt nochmal komplett überarbeitet.

Vielleicht ist das Schnitt erstellen etwas einfacher, wenn man schon viele Vorlagen hat wie z.B. andere Shirtschnittmuster, die man dann als Abgleich mitbenutzt.

Für Handschuhe habe ich quasi gar nichts und musste mehr oder weniger bei Null anfangen.

Und jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, was mein liebes Probenähteam so erzeugt. Erste Fotos und Kommentare habe ich schon erhalten. 🙂

Probenäher gesucht für Kinderhandschuhe

Hallo ihr Lieben-

Man sollte ja meinen, es gäbe schon genug Schnittmuster, aber irgendwie fällt mir doch immer mal wieder etwas ein, was es so noch nicht gibt oder jedenfalls nicht ganz genau so, wie ich das haben möchte oder oder oder.

Jetzt will ich zum ersten Mal meine Kreationen auch in ein Ebook packen und suche dafür Probenäher.

Herauskommen sollen Handschuhe, die man einfach umklappen kann, so dass die Fingerchen bei Bedarf schnell freizumachen sind und somit die wahnsinnig hohe Hürde, dem unwilligem Kind Handschuhe an die Hände zu operieren auf einmal verschwunden ist (zumindest bei meinem Kind, welches dann dafür 8 Minute völlig fasziniert mit den Handschuhen spielte: „Finger weg – Finger wieder da – Finger weg – Finger wieder da….“)

 

Wenn ihr Interesse habt, dann bewerbt euch bitte im Kommentarfeld mit Email oder Blogadresse und dem Alter der Kinder, für die ihr nähen wollt.

Die Auslosung findet am 29.11. statt. Das Nähen SOLLTE ja eigentlich recht fix gehen, deswegen bitte ich euch, Fotos, Kritik und überschwengliches Lob bis zum 6. 12. 2015 bei mir abzuliefern.