6 Tipps für das Beibehalten von Ordnung – Kampf dem Chaos Tag 31

Diesen Monat hat sich ECHT was getan in unserem Haus und es gibt einige Bereiche, die mich wirklich wahnsinnig stolz machen, weil sie nachhaltig ordentlich geblieben sind.

Aber ich habe es nicht geschafft, in diesem Monat alle Chaosecken abzubauen und einige Bereiche haben nicht so gut funktioniert, wie ich gehofft habe.

Dies soll also ein Nachhaltigkeitspost werden –

Wie behalte ich Ordnung bei?

Es wird Tipps dafür geben, Ordnung in den Alltag einzubauen und Tipps für die psychologische Seite, wie man sich motivieren kann.

Wenn ihr noch Ideen habt, immer her damit!! Ich bin selber noch am Lernen!

1) Nachhalten – was hat funktioniert, was nicht?

Vielleicht hattet ihr eine echt gute Idee, die euch jetzt das Leben erleichtert?

Bei mir waren das:

  • Schlafbrillenutensilo
  • sämtliche Stoffregalumbauten
  • Kinderbücherregal
  • eigene Küchenschublade für den Zwerg
  • Badezimmer ausmisten und der neue Vorhand, der viel Zeug von den Abstellflächen nimmt
  • Küchenschubladen ausmisten (vor allem die Tupperdosen ohne Deckel) und sortieren

Das kommt alles wunderbar an, man ist merklich schneller und ordentlicher am Tag und es macht mich bisher jeden Tag von Neuem glücklich!!

Was hat weniger gut funktioniert als gedacht?

  • Abstellfläche im Flur freihalten
  • Nähzimmer ordentlich behalten

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Dieser Schrank zieht einfach Clutter an. Es ist furchtbar, aber irgendwie kriege ich das noch nicht viel besser hin. Es ist  definitiv besser als früher geworden, aber immer wieder liegt da irgendein Mist.

Ich versuche aktuell, den Mist gedanklich etwas zu ordnen und mir zu überlegen, was da liegt und warum es da liegt und nicht woanders. Oft sind es Dinge wie Briefumschläge – man reißt einen Brief auf, legt den Briefumschlag weg, läuft lesend die Treppe runter und der Briefumschlag setzt derweil auf der Kommode Efeu an.

Ehrlich gesagt fällt mir hier Nichts weiter ein, als mich immer wieder daran zu erinnern und mich zu disziplinieren und halt regelmäßig alles wegzuräumen.

@Nähzimmer – hier ist das Problem, dass ich einfach zu wenig Platz habe und die Sachen teilweise einfach noch nicht ihren festen zugeordneten Platz haben.

Gerade einen Zuschneidetisch vermisse ich schmerzlich und habe fest im Plan, mir einen großen Wandklapptisch zu bauen, den ich nach erfolgreicher Zuschneidung wieder an der Wand befestigen kann.

Mittelfristig versuche ich einfach weiter, nach jedem Nähen so gut wie möglich aufzuräumen, aber langfristig muss ich mir eine andere Raumaufteilung überlegen, da das Gästebett im Zimmer einfach zu viel Platz wegnimmt.

 

2) Feste Aufräumzeiten

Hier gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten, aber meinen besten Erfolg habe ich immer mit einem durchgehenden System, was gleichzeitig nicht zu viel auf einmal abverlangt.

Z.B.

  • Jede Woche im Monat ist ein anderer Bereich im Haus/der Wohnung dran, der gründlich geputzt und aufgeräumt wird.
  • Innerhalb der Woche gibt es für jeden Tag eine Aufgabe, plus einen Jokertag (wenn man mal wirklich keine Zeit hat), z.b.
    • Montags: Küche
    • Dienstag: Flur
    • Mittwoch: Wohnzimmer
    • Donnerstag: Badezimmer
    • Freitag: Kinderzimmer und Schlafzimmer
    • Samstag: Hobbyraum
    • Und ein flexibler Jokertag
  • Jeden Morgen oder jeden Abend zu einer ganz bestimmten Zeit (z.B. morgens vor dem Weggehen oder abends nach dem Abendessen) einen Wecker stellen und in der Zeit räumt die ganze (anwesende) Familie so viel auf, wie sie schafft. Wenn der Wecker klingelt, muss alles fallen gelassen werden. //ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&OneJS=1&Operation=GetAdHtml&MarketPlace=DE&source=ss&ref=ss_til&ad_type=product_link&tracking_id=httpsverspiel-21&marketplace=amazon&region=DE&placement=B005FP2YSG&asins=B005FP2YSG&linkId=&show_border=true&link_opens_in_new_window=true
    Diese Methode hat viele Vorteile

    • Man macht sie jeden Tag und mit der Zeit geht es in Fleisch und Blut über
    • Es macht Spaß, weil es sich ein bißchen wie ein lustiger Wettbewerb anfühlt
    • Kinder lernen automatisch, dass zu einer bestimmten Zeit aufgeräumt wird und nehmen das hoffentlich ins weitere Leben mit
    • Zum Spaß erhöhen kann man dazu noch Musik anmachen, allerdings nicht, wenn das Musik aussuchen, Playlist erstellen und dann über die Playlist diskutieren einen Großteil der Zeit (10-15 Minuten reichen) ausmacht!

 

3) Don’t break the chain

Den Tipp gab mir eine Mitleserin dieses Blogs. Man nimmt einen Jahreskalender in einem schönen Format und bemalt jeden Tag mit einem Kreuz; Herz oder was auch immer, wo man die gewählte Aufgabe erledigt hat.

Wenn man es nicht schafft, sieht man das gleich im Bild und das sieht einfach unschön aus.

Mir ist das Ganze etwas zu starr und bestrafend – ich würde da auf jeden Fall ein Jokersystem mit einbauen, wo man z.B. im Jahr 10 Joker hat wegen „heute einfach mal nicht“ oder Krankheit oder Ähnlichem.

https://www.writersstore.com/system/imagemanager/dont-break-the-chain-article.jpg
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4) Selbstmotivation – die erste

Das sind Methoden, die helfen auch wunderbar bei Diäten oder sich zum Sport durchringen oder Ähnliches:

Wette mit einem guten Freund, dass du es schaffst, xy zu tun. Dabei sollte xy sehr konkret formuliert sein und auch wirklich schaffbar sein.

Z.B. „Ich werde einmal die Woche (außer bei Krankheit und Urlaub) Küche und Bad gründlich putzen und den Flur aufräumen!“

Wenn man es nicht schafft, dann zahlt man pro Woche, wo es nicht lief, einen festgesetzten Geldbetrag (1€ oder Ähnliches) in eine Sparbüchse. Das am Ende des Jahres gesammelte Geld spendest du dann an eine Organisation, die du nicht magst. Genau. Nicht für die Rettung fluffiger Pandabärenbabies, sondern eine Organisation, die du echt nicht leiden kannst. Z.B. eine Partei, die so gar nicht dein Fall ist oder eine Kirche, die du eigentlich nicht leiden kannst.

Ich habe das Ganze mal mit einem Freund gemacht, als wir gewettet habe, dass wir jeden Tag – bei Wind und Wetter – mit dem Rad zur Arbeit fahren. Was 30 Minuten einen steilen Berg hoch war. (Ja, steiler als der Schneeberg da unten auf dem Bild!)

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Sollten wir es nicht schaffen, würden wir 1€ an die katholische Kirche spenden.

Ich bin Atheistin und habe gerade mit der katholischen Kirche nicht viel am Hut. Halte sie aber grundsätzlich nicht für so teuflisch schlimm, dass mir beim Gedanken, sie finanziell zu unterstützen, gleich das Kotzen käme, wie es wäre, wenn ich einen rechtsradikalen Verein unterstützte.

So war es für mich echt eine Motivation, aber es war auch kein komplettes Schreckensszenario. Das war für uns Beide perfekt und am Ende des Jahres hatten wir tatsächlich jeder nur 1€ spenden müssen!

So manches Mal hat mich diese Wette dazu motiviert, morgens eben NICHT den Bus zu nehmen und ich war dann im Endeffekt erschöpft, aber zufrieden!

(Und ja, es gab Duschen 😉 )

 

5) Selbstmotivation die Zweite

Diese Idee ist ähnlich vom Konzept wie Nr. 4).

Auch hier wette mit einem Freund oder deinem Partner, dass du etwas schaffst. Und wenn du es nicht schaffst….. dann trägt er (oder sie) die Konsequenz!

Das ist echt noch was Anderes, als wenn man sich selber sagt: „Und wenn ich das nicht schaffe, daaaannnnn, esse ich bis Silvester keinen Lakritz mehr!“

Selber leiden zu müssen wegen etwas, was man nicht getan hat, ist das Eine – wenn ein Freund oder der Partner leider muss, motiviert das nochmal ganz anders!

Natürlich muss der Wettpartner dem Einsatz zustimmen. 😉

Wir hatten hier einmal eine Wette laufen mit dem Einsatz, dass der Traummann einen Abend nicht Schach spielen darf, falls ich nicht schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Das hat mich auch sehr motiviert, weil ich weiß, dass ich ihn damit traurig gemacht hätte!

 

6) Nicht einweichen

Der Traummann und ich neigen Beide dazu (er noch mehr als ich), benutze Sachen in der Küche erstmal einweichen zu lassen, bevor man sie abspült.

Dagegen ist ja grundsätzlich Nichts zu sagen. Das Problem ist nur – steht die Spüle (oder der Platz daneben) erstmal mit etwas voll, dann stellt man schneller noch was Zeites hin und schwupps ist Alles unordentlich.

Ich versuche mir anzugewöhnen (und dem Traummann anzuerziehen), dass man beim Aufräumen nach dem Kochen das einzuweichende Teil als Allerallererstes mit Wasser füllt, dann den Rest macht und sich dann wieder dem einzuweichendem Teil widmet.

Was bis dahin nicht eingeweicht ist, ist es auch nach 4 Tagen nicht, also kann man es dann auch gleich abwaschen. 😉

 

 

Was habt ihr noch für Ideen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10 Ordnungsideen für (Klein)-Kinder – Kampf dem Chaos Tag 30

Menno, ich bin immer noch krank. Und zwar bettlägrig krank mit einer ToDo Liste, die es mir eigentlich nicht erlaubt, überhaupt nur zu essen oder zu schlafen.

Aber manchmal sagt der Körper halt – bis hierher und nicht weiter.

Also gibt es heute eine Ansammlung von Ordnungsideentipps für den Alltag mit (Klein) Kindern und nicht das eigentlich geplante und herzzereißende Aussortieren von Büchern (puh!)

Ordnung mit Kindern

Wenn ich mir so anhöre, worüber Eltern am Meisten jammern, sind es Streit um Hausaufgaben oder mangelnde Ordnung im Kinderzimmer und das Unwillen von den Kindern, diesem den Garaus zu machen.

Ich habe damit noch recht wenig Erfahrung, da mein Zwerg noch in dem Alter ist, wo er Nichts lieber tut, als im Haushalt zu helfen, aber auch wir hatten schon so unsere Kämpfe, wenn es darum ging, dass ICH wollte, dass er aufhebt, was er auf den Boden geschmissen hat und ER das mal überhaupt nicht einsah!

Cleveres Diskutieren

Erst gestern erzählte der Traummann von einer Episode mit dem Zwerg (knapp 3 Jahre).

Dieser fummelte begeistert die Klebestreifen von unseren neuen Billighandys fürs Sabbatical und warf diese auf den Boden und fand die Aufforderung, diese dann in den Mülleimer zu tun, ziemlich Kacke.

„Aber du hast sie ja auch dahin geworfen!“ machte wenig Eindruck. Kurz darauf bat der Zwerg, den Traummann, ihm bei einem Klebestreifen zu helfen, den er nicht richtig abkriegte. Als der Zwerg den Streifen dann wieder in die Hand kriegte, mit der Aufforderung auch diesen wegzuwerfen, sagte er:

„Nein, Papa, den musst du wegwerfen!“

„Aber du hast den doch abgemacht!“

„Aber du hast geholfen!!“

Der Traummann musste lachen und machte das dann tatsächlich (die übrigen Streifen dann der Zwerg).

1 ) Ordnung vorleben

Das ist sicherlich die erfolgreichste Strategie und Eine, die ich immer wieder versuche, aber oft dran scheitere.

Kinder lernen durch  Nachahmung. Wenn wir immer xy nach Gebrauch sofort wegstellen und das vielleicht auch noch neutral kommentieren, geht das auch irgendwann in Fleisch und Blut über. Sowohl bei uns, als auch bei unseren Kindern.

2) Nicht streiten und schimpfen

Aufräumen macht oft nicht richtig Spaß, manchmal kann es aber auch sehr befriedigend sein, wenn man erstmal angefangen hat.

Aufräumen macht noch weniger Spaß, wenn man es dann auch noch mit Zwang, Streß und Tränen verbindet.

Nach einigem Trial and Error, habe ich gemerkt, dass das erfolgsversprechendste- im Alter von Zwerg – kein Zwang ist. Ich versuche eher, aus dem Aufräumen einen nebensächlichen Spaß zu machen. Rufe dann vor dem Bett gehen: „Und wer hilft mit, die Spielsachen aufzuräumen?“ – dann ruft der Traummann meist „Ich!!!“ und der Zwerg dann „Ich auch!!!“ und wir räumen friedlich alle zusammen.

Manchmal ruft der Zwerg auch „Ich nicht!!!“ dann antworte ich jetzt „Dann mach ich das!!“ fange an und in 70% der Fälle kommt der Zwerg dann dazu und macht doch mit.

3) Direkt nach dem Spielen aufräumen

Das klingt so leicht und ist doch so schwer. Denn wenn der Zwerg mal alleine spielt (was durchaus noch keine Selbstverständlichkeit ist) und dann von einem Spiel zum nächsten wetzt, dann störe ich ihn niemals nicht auf keinen Fall in seinem Flow, um ihn zum Aufräumen aufzufordern, sondern lasse ihn machen.

NATÜRLICH nicht aus Faulheit ;-), sondern da gibt es bestimmt pädagogisch psychologische Theorien, die sagen, dass das jetzt GANZ wichtig ist.

Wenn wir allerdings mal zusammen spielen oder der Zwerg nach alleine puzzeln mich dann zu etwas Anderem auffordert, dann nutze ich (wenn ich dran denke…. 😮 ), gerne die Gelegenheit, um schnell und selbstverständlich etwas wegzuräumen. Auch hier fordere ich den Zwerg wieder zum Helfen auf, was dann ja hervorragend geht mit dem Argument, dass es ja dann schneller geht und wieder hilft er allerallermeistens sofort mit oder nach kurzem Zögern.

Auch hier merke ich, dass der fehlende Zwang sehr sehr wichtig ist, denn damit wird Aufräumen in Zwergens Kopf nicht zu etwas Abstoßendem.

4) Begrenzung von Spielzeug

Das ist das Wichtigste im Ordnung halten mit Kleinkindern. Lieber Spielzeug rotieren lassen oder noch besser, einfach nicht so viel da haben, als Massen von Zeugs nicht wirklich unterbringen zu können und dann den Überblick zu verlieren.

Hilfreich sind dann offene Regale oder Abstellmöglichkeiten, wo möglichst übersichtlich und ordentlich das Spielzeug verstaut ist, oder

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gelabelte Kisten, wo der Kleinkram verschwindet, man aber trotzdem schnell sieht, wo etwas ist.

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5) Unordnungsherde entlarven und angehen

Bei uns ist das definitiv der Flur. Der Zwerg zieht sich seit Neuestem fast alleine an und aus (juchhu), aber dabei landet die Jacke auf dem Boden und die Halssocke fliegt die Treppe runter.

Lustigerweise findet er Unordnung beim Anziehen aber überhaupt nicht witzig und ist total konsterniert, wenn seine Mütze nicht in seiner Schublade liegt.

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Das ist ja schonmal eine gute Vorraussetzung – jetzt versuchen wir, ihn sanft dazu zu bringen, die Jacke gleich aufzuhängen und Mütze und Halssocke in die designierte Schublade zu tun.

6) Früh anfangen zu üben

Die meisten Kleinkinder helfen gerne im Haushalt mit. Für sie ist es ein spannendes Spiel so zu tun, als würden sie das Gleiche machen wie die Großen.

Das Beste, was man machen kann, um ihnen in Fleisch und Blut übergehen zu lassen, wie aufräumen und putzen funktioniert, ist, sie machen zu lassen.

Das klingt wieder so einfach und kann doch so unglaublich nerven. Der Zwerg fegt ja schon begeistert seit er laufen kann. Dabei bestand fegen natürlich ewig darauf, meinen mühsam zusammengekehrten Haufen wieder auseinander zu fegen. Aaaargggghhhhh.

Wenn der Zwerg wischt (was er nach wie vor mit Freude mind. 2x die Woche macht), dann muss ich mich damit abfinden, dass nachher zwei kleine Kindereimer Wasser auf dem Boden verteilt sind und das Trocknen entweder ewig dauert oder ich noch mal mit dem Zwerg trockenwische.

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Dafür hat er einen Heidenspaß, fühlt sich wichtig und gebraucht und begutachtet jetzt immer schon Küchen- und Badezimmerboden mit Kennerblick „Hier muss aber wirklich mal wieder gewischt werden!“

Ob ich denke, dass er das mit 15 auch noch macht? So naiv bin ich glücklicherweise nicht, aber ich denke, dass er durch diese Tätigkeiten einfach eine Selbstverständlichkeit lernt, im Haushalt zu helfen und ein Auge für Dreck entwickelt.

Und ehrlich – der Kerl ist noch nicht mal 3 Jahre alt und mittlerweile ist er wirklich (!) oft eine Hilfe!

Er kann Schnee schippen, Blätter zusammenfegen, staubsaugen, fegen, wischen, Frühstückstisch decken (abdecken klappt noch nicht), Teile der Spülmaschine ausräumen, das Klo putzen (das Highlight schlechthin für ihn), Küchenschrankfronten polieren und beim Brot backen helfen.

Und das Meiste macht er mittlerweile echt so, dass es mir hilft (ich bin darüber immer noch ganz fassungslos) und auch fast ohne meine Mithilfe!!

Der Weg dahin war nicht immer leicht, von doppelter bis dreifacher Arbeit gekennzeichnet und auch mal mit Scherben, aber wenn man sich generell mit Kind etwas entschleunigt und dann halt das Fegen nicht als blöde Aufgabe, sondern als Beschäftigung mit dem Kind sieht, dann hat man auch schon auf dem Weg dahin eine Menge Spaß! (meistens – denn ab und zu muss halt doch mal was schnell gehen und dann war ich damals natürlich genervt von der „Mithilfe“)

7) Konkret werden

„Räum mal hier auf“ ist viel zu abstrakt für ein Kleinkind und teilweise auch noch für uns als Erwachsene schwierig.

„Wo sind denn die ganzen Spielautos? Komm, wir gucken mal, wie schnell wir alle finden und werfen die dann hier in die Kiste!“ ist hingegen einfacher zu verarbeiten.

8) Nicht belohnen oder loben

Ich bin ja generell ein großer Fan von Alfie Kohn* und viel in unserer Erziehung fußt auf ähnlichen Idealen auf, wie denen, die er in seinen Büchern beschreibt.

Wir gehen grundsätzlich davon aus (siehe Montessori), dass Kinder sich entwickeln WOLLEN, dass sie dazugehören wollen und nicht provozieren, manipulieren oder ähnlichen Blödsinn (vor allem nicht im klassischen „Trotzalter“, wo das ihnen so gerne unterstellt wird).

Genauso denken wir, dass man Kinder nicht mit Belohungstäfelchen, Stickersystemen und übermässigem Lob („Das hast du aber fein gemacht!“ sage ich höchstens zu Hunden) dazu bringen muss, ein guter Mensch zu werden.

Wie man aus der Psychologie weiß, läßt jedes Lob die Motivation und Begeisterung für eine erledigte Aufgabe sinken. Implizit bedeutet das Lob, dass die Aufgabe wohl etwas war, was nervig und blöd war und wie toll, dass man sich trotzdem dazu überwunden hat.

Statt zu loben, versuchen wir zu beschreiben. Statt zu sagen: „Das hast du aber toll gemacht!“, sagen wir „Du hast den Boden gewischt! Der glänzt ja schon richtig!“

Grundsätzlich ist das, finde ich, ein wenig wie man mit gleichberechtigen Menschen umgeht und zeugt auch von Respekt.

Wenn die Küche nach einem Raglettessen mit Freunden vor Fett und Unordnung nur so schreit und ich sehe, dass der Traummann alles piccobello wieder hergerichtet hat, dann sage ich ja auch nicht zu ihm. „Das hast du aber toll gemacht! Hier ist ein Sticker!“, sondern „Mensch! Du hast ja die ganze Küche aufgeräumt! Ich bin begeistert!! Das war bestimmt ganz schön eklig mit dem Raclette, oder?“

9) Abwarten

Wie ebenfalls in Alfie Kohns Buch stand – laut Forschungsergebnisse zu Bindungsstilen ist ein sicher gebundenes Kind keines, was sofort und immerdar den Anweisungen der Eltern gehorcht, sondern ein Kind, was nach einer Auffordung meist zuerst weiterspielt und dann schrittweise mit den Aufforderungen der Eltern kooperiert.

Auch wir merken hier täglich, dass Zwang absolut kontraproduktiv ist, aber dass der Zwerg fast Alles mitmacht, wenn man ihm (teilweise nur illusorische) Freiheit zum selber entscheiden und etwas Zeit an die Hand gibt.

Beispiel – er hat einen Riesenteller mit frisch geschnittener und heiß geliebter Mango vor sich: „Oh Zwerg, darf ich auch ein Stück Mango?“  – darauf heißt es fast immer erstmal „Nein!“ (was mich zugegenermaßen sehr nervt, wenn es um das Teilen mit anderen Kindern geht, weil es das oft sehr schwierig macht).

In 98% der Fälle sagt er 30 Sekunden später: „Hier, Mama. Das Stück darfst du haben!“ und schiebt mir dann meist ein Stück nach dem Anderen hin. Aber er will erstmal die Gewissheit haben, dass es eigentlich SEINE Mango ist und er nicht teilen MUSS.

Manchmal muss er das natürlich, wenn es von Anfang an für Alle gedacht war, aber ich finde es auch wichtig, dass er merkt, dass es Dinge gibt, über die er wirklich alleine entscheiden kann.

Das übertrage ich auch manchmal aufs Aufräumen- dass ihm dann die Gelegenheit gegeben wird, Sachen wild vom Tisch zu werfen, ihm dabei zu sagen, ja, das darfst du (wenn es jetzt nichts ist, was kaputt gehen kann oder Alles dreckig macht, sondern so etwas ist wie beispielsweise Legosteine), wenn du es nachher wieder aufräumst und ihm dann den Zeitpunkt überläßt, wann er damit anfängt (oft mit nochmaliger Erinnerung).

Das klappt ganz gut. Nicht immer, aber immer öfter.

10) Gelassenheit

Vorleben, Probieren, Zeit und Geduld haben und auch ein Stück die Wichtigkeit herausnehmen.

Wie sagte ich noch in einem alten Blogartikel? „Unser Alltag ist ihre Kindheit!“

Will man wirklich, dass sie sich vor Allem an Streits übers Aufräumen und Hausaufgaben erinnern? Klar müssen diese Dinge sein, aber manchmal sieht man auch den Wald vor lauter Bäumen nicht und man streitet und schimpft über Dinge, die im großen Ganzen gesehen einfach nicht wichtig sind.

Dann hängt man halt ausnahmsweise fix ne Jacke stillschweigend auf, anstatt immer Alles zum Thema zu machen und freut sich über einen vermiedenen Streitpunkt.

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Computer aufräumen – Kampf dem Chaos Tag 29

Hallo? Hust Schnief, röchel. Wie geht es euch? Hoffentlich besser als mir.

Eigentlich habe ich gerade Urlaub, habe ungefähr 3758347 Sachen auf meiner ToDo Liste stehen für meinen neuen Wolle Seide Shop und das Sabbatical und habe auch tapfer den ganzen Morgen gerödelt – aber jetzt hat es mich ins Bett gehauen.

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Naja, immerhin ein lange auf die Bank geschobenes Projekt konnte ich gerade beenden: Ich habe meinen Computer aufgeräumt!!

Computer aufräumen für nicht Technik Freaks

Klar, Computernerds erwarten jetzt vielleicht Tipps, wie man die Festplatte so aufräumt, komprimiert und quasi tieferlegt, damit der Rechner noch schneller wird und man noch das Letzte aus ihm herausholt… eh… nein. Ich bin zwar als Erstes meine Programmliste durchgegangen und habe die gelöscht, die ich nicht mehr brauche, aber sonst ging es wirklich ganz schnöde um Festplatte reinigen:

  • Downloadordner aussortieren und alles löschen, was nicht mehr benötigt wird oder dahin sortieren, wo es gebraucht wird
  • Wichtige Ordner auf Datenmüll durchkämmen und dann mit sprechenderer Ordnerstruktur übersichtlicher machen.
  • Im Explorer einen Schnellzugriff auf die am häufigsten benutzen Ordner einrichten
  • okay, um das Ganze wenigstens etwas professionellem Anhauch zu geben, habe ich dann noch das Programm CCleaner durchlaufen lassen und danach die Festplatte komprimiert.

Das Ganze hat mich etwas mehr als eine halbe Stunde gekostet, aber ich denke, im Alltag wird mir das sehr viel Zeit ersparen – von daher war diese gezwungene halbe Stunde aufräumen, die ich so gar nicht eingeplant hatte, eigentlich ziemlich cool und ich kann es nur weiterempfehlen!

Unterlagen sortieren – Kampf dem Chaos Tag 28

Ich gehe gerade etwas unter in Arbeit, deswegen kriegt ihr gerade nur kurze Posts und viel zu wenig Bilder – sorry – immerhin kriege ich doch meistens noch 15 Minuten aufräumen irgendwie in den Tag, also immerhin das. 😉

Heute ging es da zum Unterlagen sortieren. Zum Glück bin ich zwar generell chaotisch, aber zumindest wichtige Unterlagen sind doch einigermaßen sortiert und abgeheftet. Allerdings nicht immer total schön und nicht immer total schnell wiederfindbar.

Im Zuge der Erstellung dreier Ordner für meinen neuen Shop, habe ich dann auch unseren Schrank mit mehr kleinen Brettern und Labeln versehen, so dass man hier schnell und ohne viel Tamtam Unterlagen ablegen kann und dann auf einmal abheftet.

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Das sind so Kategorien wie

Steuern dieses Jahr

Versicherungen

Sabbatical

Zwergsachen etc.

Was ich schon länger habe: Einen Ort, wo Unterlagen hinkommen, bei denen ich wirklich und ehrlich nicht weiß, wo ich sie einsortieren soll, weil sie thematisch in keinen Ordner passen.

Aber wenn ich dann dieses Papier suche, weiß ich, dass sie im „Miscellaneous“ Ordner sind.

OnlineSpace nutzen

Das habe ich nicht wirklich jetzt, sondern schon vor ner Weile gemacht, deswegen ist der Tipp etwas gemogelt, aber eine gute Idee ist es, Bedienungsanleitungen nicht aufzuheben, sondern gleich nach der ersten Benutzung wegzuschmeißen und sie dann als pdf runterzuladen. Dieses pdf dann einfach in dropbox oder cloud oder wo auch immer virtuell hinterlegen, so dass man schnell drankann, aber blöde Bedienungsanleitungen von Staubsaugern, die schon seit 3 Jahren auf dem Sperrmüll sind, nicht mehr die Schubladen vollmüllen!

Kleiderschrank aussortieren – Kampf dem Chaos Tag 27

bridgetteraes.com
bridgetteraes.com

 

Nach langem Ringen habe ich mich dann endlich mal dem Kleiderschrank gewidmet.

Ich finde, dass das eine Aufgabe ist, die sehr frustrierend sein kann. Da sind schöne Klamotten, die mir seit der Schwangerschaft nicht mehr passen, oder – noch schlimmer – gekauft wurden mit dem Gedanken: „Wenn ich mal 5kg abnehme, dann sieht das bestimmt mega toll aus!“

Da sind Dinge wie meine Blazer, die ich mir enthusiastisch vor dem Start ins Arbeitsleben gekauft habe und dann eigentlich fast nie mehr gebraucht habe (und jetzt erst recht nicht mehr, da die passenden Hosen dazu nicht mehr passen), da ich nur selten Termine habe, wo ich mich richtig „erwachsen schick“ machen muss und dafür reichen mir 1-2 Outfits – sonst laufe ich lieber bequem herum.

Aber – die Teile waren teuer und es fällt mir schwer, sie einfach wegzugeben.

Durchführung

Um dem Ganzen ein bißchen mehr Spaß zu geben, habe ich mich also an den obrigen Flowchart gehalten, wobei ich vor „toss it“ oder „donate it“ noch gedanklich eine extra Schleife eingebaut habe: „Kann ich das in einem upcycling Projekt für mich oder den Zwerg beim Nähen verwenden?“

Zusätzlich habe ich noch die Idee von Callea (siehe Kommentare) aufgegriffen und einen Stapel mit Kleidern in eine „vielleicht“ Ecke getan.

Das ist Kleidung, die mir eigentlich passt, aber von der ich mir nicht mehr sicher bin, ob sie mir gefällt und die ich schon lange nicht mehr anhatte.

Mein Kleiderschrank ist auf einmal so leer und übersichtlich. Gut, dass ich ihn jetzt wieder mit meinen neuen Wolle-Seide Projekten füllen kann. Ich habe nämlich schon 5 neue Nähideen für Oberteile für mich.

 

 

 

 

 

 

 

Wolle Seide Raum einrichten – Kampf dem Chaos Tag 26

Diese Tätigkeit vollstreckte sich eigentlich über mehrere Wochen, aber da ich dabei noch so ein „schönes“ Schockfoto machen konnte, halte ich euch damit mal auf dem Laufenden!

Wie bereits mehrfach erzählt, habe ich ja 500m Stoff aus Südeuropa geordert, welcher dann vor wenigen Tagen bei mir eintrudelte. Trotz Nachfragen beim Hersteller, konnte ich mir nur so bedingt vorstellen, wieviel Platz dieser Stoff einnehmen würde und verdonnerte den Traummann zur kompletten Räumung unseres kleinsten Zimmers.

Dieses ist für die Lagerung von Stoff perfekt, da es schön durchlüftet ist, strategisch günstig neben meinem Nähzimmer liegt und vor allem  bereits sehr große und tiefe Regale beinhaltet.

Mottenschutz und ähnliches Gedanken

Nun spielt man ja als Jungunternehmerin so alle Horrorszenarien durch, die es so geben kann und die die total geniale Idee zerstören.

Also musste der Traummann als allererstes neue Lehmfarbe anrühren und den Raum nochmal streichen, damit das Wohnklima genau abgestimmt auf den Luxusstoff ist und er sich einfach so richtig wohlfühlt.

Lehmfarbe ist feuchtigkeitsregulierend, antibakteriell und reguliert das Raumklima und ist bei uns im ganzen Haus verwendet worden.

 

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Männer Frauen Unterschiede

Warum also habe ich den Traummann engagiert? Wir haben in mühevoller Kleinarbeit und quasi nur zu zweit unser komplettes Haus renoviert. Der Prozess dauerte fast 2 Jahre  und machte viel Spaß, aber war auch sehr anstrengend – im Zuge dessen haben wir aber auch festgestellt, dass wir unterschiedliche Stärken haben.

Ich kann z.B. hervorragend tapezieren. Selbst Decken machen mir keine Probleme, wohingegen der Traummann schon Ausschlag bekommt, wenn er das Wort „tapezieren“ hört.

Ich hingegen finde Streichen furchtbar doof. Dieses Abkleben und dann doch in Farbe reinlatschen, hinterher die Pinsel nie richtig sauber kriegen etc. – also haben wir uns hier und in weiteren Dingen aufgeteilt und der Traummann ist fürs Streichen zuständig.

Soweit so gut.

Nun bin ich einfach die Pragmatischere der Familie. Lach nur, Traummann, is so.

Der Raum ist ca. 12 m^2 groß. Einfach nicht so der Tanzsaal. Nun stand da dieses große und tiefe (und zugegebenermaßen nicht sehr hübsche) Regal, was ich gerne weiterverwenden möchte, aber was nicht durch die Tür paßt. Meine Idee war nun, dass man das Regal von einer Ecke in die nächste schiebt und drum herum streicht. Ja, ich weiß, richtige Handwerker verdrehen jetzt die Augen. Aber ehrlich – der Raum wird nicht der Queen vorgestellt, sondern darin werden Stoffe und Koffer etc. gelagert. Wenn dann nicht überall perfekt gleichmäßig gestrichen ist, dann ist das kein Beinbruch.

Das sah der Traummann anders und fing an, das Regal abzubauen. Was Stunden dauerte. Und ließ dann noch die Hälfte stehen, fing kräftig an zu brummen und meinte, so könne er nicht arbeiten und das dauere ja STUNDEN, bis er so streichen könne.

Das hörte ich mir kurz an, schnappte mir dann Matschklamotten und Pinsel, strich den Raum innerhalb einer Stunde- um das Regal herum 😉 –  und brauchte hinterher wieder 3 Stunden, um das restliche Regal wieder zusammenzubauen. 😀 Männer 😉

Keller

Nun ist der wunderbare Stoff angekommen, in Plastik eingehüllt, so dass auch eventuell herumschwirrende Motten keine Lust auf diesen bekommen, und in den Regalen gut gelagert.

Jetzt konnten wir also dazu übergehen, den hastig mit Zeugs beladenen Keller zu befreien – dabei ist das folgende Gruselfoto entstanden – wie üblich waren wir im Zeitmangel und haben einfach Alles ohne Sinn und Verstand nach unten bugsiert – beim wieder einräumen konnte ich jetzt gut ordnen, sortieren und aussortieren.

Keller

Dabei konnte ich dann auch schon sichten, was an Outdoorsachen für unser Sabbatical vorhanden ist. Wobei wir so etwas wie das im Bild zu sehende Zelt wohl leider nicht mitnehmen werden, da wir halt doch sehr an wenig Gepäck gebunden sind.

Nun denn – hier hat sich ordentlich was getan.

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Ordnung im Schlafzimmer – Kampf dem Chaos Tag 25

Heute sind im Post vermutlich keine besonderen Anregungen für euch enthalten – ich habe einfach ganz schnöde unser Schlafzimmer aufgeräumt, was in den letzten Wochen sehr vernachlässigt wurde.

Grund war, dass der eigentlich durchschlafende Zwerg sich zu einem kleinen Schlafmonster entwickelt hat und wir die halbe Nacht zwischen unserem Bett und seinem Floorbed hin und hergetingelt sind.

Irgendwann habe ich mich geweigert und das Familienbett wieder eingeführt. Mit halbem Erfolg.

Der Zwerg findest toll, der Traummann klagt über den kleinen Ziegenbock, der ihn nachts Kopf voran aus dem Bett schubsen will und ich finde es besser als das Hin und Hertingeln, da ich nach jedem kleinen Weckruf auch schnell wieder schlafe, aber entspannt durchschlafen ist anders.

Wieso dachte ich eigentlich pre-Kind, dass diese mit einem Jahr durchschlafen?

Egal – ich komme vom Hundertsten ins Tausendste – unser Schlafzimmerchaos wurde vor allem von meinen zwei Lieblingsmännern verunstaltet.

Traummann sammelt seit seiner Jugend Perry Rhodan Hefte (bei uns auch liebevoll Schmuddelhefte genannt) und hat quasi seit Anbeginn an alle Erstausgaben dieser Hefte, die bei uns eine komplette Abstellkammer einnehmen (und hat die Frechheit, mich Nerd zu nennen, nur weil ich gerne Harry Potter Fanfiction lese)

😀

Zudem waren wir nicht so richtig drauf eingestellt, dass dann auf einmal jeden ABend mindestens ein weiteres Kinderbuch den Weg in unser Schlafzimmer findet und wir abends aber nicht mal eben fix noch 3 Minuten alles wegräumen können, weil der Zwerg beim friedlichen Schnarchen nicht gestört werden soll.

Hence die unschönen Fotos da oben.

 

15 Minuten später sah das Ganze doch schon wieder viel einladener aus.

Einmachgläser für Vorräte – Kampf dem Chaos Tag 23

Dieser Beitrag war eigentlich schon für ein paar Tage früher geplant. Aber dazu später mehr…

Ich bekam nämlich diese * tollen Einmachgläser von dem Unternehmen MamboCat gesponsert, um sie in meinem Blog vorzustellen.

Ich war begeistert, denn ich liebe Kästen, Gläser und sonstige schön aussehende Ordnungsutensilien.

Um die Gläser richtig auszutesten, bekam ich verschiedene Größen gestellt –

1x Fido 0,125L,1x Fido 0,2l, 1x Fido 0,5l, 1x Fido 0,75l, 1x Fido 1,0l

und 1x Fido 1,5l

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Ich hatte vor allem viele unterschiedliche Sorten Mehl, die ich gerne unterbringen wollte. Und kippte mehrere verschiedene Lebensmittel hin und her, weil ich mich nicht so recht entscheiden konnte. Meine Recherchen ergaben dabei:

Eine normal große Mehltüte passt dabei bequem in das 1,5l Glas. Zudem benutze ich gerne Buchweizenvollkornmehl, was es immer in 250g Packungen gibt. Dieses passte in das 0,75l Glas.

Die kleinsten Größen sind für so etwas wie Mehl oder Müsli ungeeignet, aber bietens ich hervorragend für Kleinkram wie Sesam, Leinsamen oder Ähnliches an.

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Eigentlich zweckentfremde ich damit die Gläser natürlich, denn eigentlich sind es Einmachgläser und werden auch mit einem Gummiband verschlossen. Aber ehrlich – dazu sind sie Erstens viel zu hübsch und Zweitens gab es bei Freunden mal Lebensmittelmotten. Das komplette Entsetzen des männlichen Parts, der nach einer Woche Abwesenheit in die gemeinsame Wohnung zurückkehrte und NICHTS, buchstäblich nichts mehr zu essen, vorfand, weil komplett ALLES entsorgt werden musste, hat sich doch bei mir eingebrannt.

Lebensmittelmotten toben sich besonders gerne in Mehl aus – luftdicht verschlossene Behälter machen sich da also sehr gut.

Verzögerung

Soweit, so gut. Warum nun hatte ich den Beitrag schon viel früher geplant und schreibe ihn erst jetzt?

Ich wollte gerne wieder mit schönen Labeln arbeiten, die mein Plotter mir ausschneiden sollte.

Da ich die Weckgläser aber durchaus wechselhaft benutzen wollte (z.B. Bulgur statt Hirse o.ä.) und zudem gerne immer das MHD draufschreiben wollte, kaufte ich mir frohgemut abwaschbare Folienstifte. Damit sind die Label zwar nicht so schön wie in meinem vorherigen Versuch, wo ich nur die Schrift ausplottete, aber dafür für den Alltag nutzbarer.

Als ich dann aber loslegen wollte, waren diese Folienstifte absolut unauffindbar verloren. Ich suchte sie 3 Tage lang vergeblich.

Gestern dann wollten wir endlich unseren Visumantrag für Thailand fertigmachen und suchten verzweifelt die neuen Passfotos vom Fotografen, die wir an „eine ganz sichere Stelle“ gelegt haben. Da liegen sie auch immer noch, denn wir haben sie noch nicht gesichtet.

Dafür sind endlich die beknackten Folienstifte wieder aufgetaucht und ich konnte mich an die Arbeit machen.

Echt – mir geht dieses vergebliche Suchen so dermaßen auf den Senkel….

Besserung in Sicht

Wobei ich aber sagen muss, dass es durch diese drei Wochen schon merklich besser geworden ist!

Der Traummann meinte schon, dass er sich jeden Abend eine Stunde spart, weil er nicht mehr vergeblich seine Schlafbrille suche und morgens greife ich einfach in die Schublade mit der Tupperware und schnappe mir Dose mit passendem Deckel in 10 Sekunden, anstatt wie vorher jeden Morgen ca. 3 Minuten zu suchen und dabei gefrustet zu sein.

Mein Nähzimmer hat sich bisher nicht in ein komplettes Chaosland zurückverwandelt, sondern ich räume nach dem Nähen gleich wieder alles weg (ein ganz neues Konzept… 😉 ) und das Meiste hat jetzt einfach einen zugeordneten Platz, so dass ich es auch wegräumen kann.

In die Speisekammer zu gehen, macht jetzt richtig Spaß und der Zwerg wird grantig, wenn ich ihm Besteck oder Geschirr decken will – das kann er schließlich alleine mit seiner Zwergenschublade „Nein, du darfst das nicht, Mama!“ *schmoll*

Diese Erfolge geben mir Mut und machen Spaß. Und ich muss gestehen, dass Aufräumen und Ordnung irgendwie auch etwas süchtig machen.

Die Küche zumindest wird von mir jetzt mindestens einmal am Tag piccobello aufgeräumt, bis alles glänzt und dann erfreue ich mich so richtig am Anblick (der leider meistens nur wenige Minuten in seiner vollen Schönheit anhält, denn das sofortige Wegräumen und sauber machen nach Benutzung müssen wir alle drei noch etwas verfeinern).

In dem Sinne – ein schönes Wochenende noch!

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Erstellung Tütensammler – Freebook – Kampf dem Chaos Tag 22

Heute gibt es eine Mischung aus Nähanleitung und Erzählung von meinem Kampf gegen das Chaos.

Plastiktüten

Ich habe ja vor einigen Tagen eine Küchenschublade leer geräumt und dem Zwerg zugewiesen, so dass er ab jetzt leichter an Gläser, Besteck und Ähnliches kommt.

Bisher waren da gesammelte Plastik- und Papiertüten drin. Diese wurden dann erstmal unzeremoniell in die Speisekammer gestopft.

Damit das Ganze etwas schöner aussieht, habe ich dafür aus Stoffresten einen Tütensammler genäht.

Das geht schnell und ist total einfach. Alle, die bereits etwas Näherfahrung haben, brauchen dafür vermutlich auch kein Tutorial, aber da ich noch gut weiß, dass ich mich am Anfang meiner Nähkarriere über so eine Anleitung gefreut hätte, folgt jetzt also eine Art Freebook für das im folgenden Bild zu sehende Teil:

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Anleitung

1 ) Suche dir Stoffreste aus festen, nicht dehnbaren Stoffen, wie Baumwoll-Webware oder Ähnliches.

2) Diese reiße dann in beliebiger Höhe und in 55cm Breite zurecht. Ich sage bewußt „reiße“, denn Baumwolle kann man am Besten reißen, dann wird die Schnittkante am Besten.

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Dafür mache einen kleinen Schnitt an gewünschter Stelle und reiße dann beherzt los.

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3) Lege dir als Nächtes deine Stoffstreifen von 55cm Breite so hin, wie du sie hinterher zusammennähen möchtest. Ganz oben solltest du ein Stück verwenden, was mindestens 15cm hoch ist, da hier der Tunnelzug eingebaut wird – von dem Stück wirst du also im Endeffekt wenig sehen.

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4) Jetzt lege zwei Streifen rechts auf rechts aufeinander. Rechts auf rechts heißt, dass sich die beiden schönen Seiten angucken.

5) Nähe anlang der Außenkante mit einem Zickzackstich fest.

6) Klappe jetzt die Streifen so, dass man die beiden schönen Seiten sieht.

7) Wiederhole das Ganze mit dem nächsten Streifen, bis alle Streifen vernäht sind.

8) Jetzt schließe das große Stoffstück zum Kreis. Dafür klappst du beide Seiten rechts auf rechts aufeinander und nähst wieder mit einem Zickzackstich fest.

Das Resultat ist jetzt ein großer Zylinder ohne Boden oder Deckel.

9) Als nächstes misst du den Durchmesser an einer Seite und schneidest dir einen ensprechenden Kreis aus einem weiterem Stück Stoff zurecht. Dabei gebe noch gut 1cm Nahtzugabe hinzu.

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Wenn der Kreis also z.B. einen Durchmesse von 17cm hat (wie bei mir), dann schneide jetzt einen Kreis von gut 19cm Durchmesser aus.

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10) Dieser Kreis wird unten an den Zylinder geheftet. Auch hier wieder darauf achten, dass sich die beiden schönen Stoffseiten angucken.

Ich habe dafür den Zylinder auf links gedreht (die Nähte zeigen nach außen), den Kreis mit der schönen Seite nach unten von oben in den Zylinder reingesteckt und dann mit Nadeln so festgesteckt, wie es auf dem Foto zu sehen ist.

Genäht wird hier also auf der Innenseite des Kreises.

11) Jetzt widmen wir uns dem oberen Teil. Hier klappe den Stoff einmal mit etwa 1cm Abstand um und dann ein weiteres Mal mit ca. 3cm. So ist die zerfranste Kante nachher verschwunden und ein schöner Tunnelzug entsteht.

Stecke eine Stecknadel kurz unter die Stelle, wo der Tunnelzug aufhört und klappe den Stoff wieder auf.

Kurz über die Stecknadel müssen nun zwei Löcher eingenäht werden. Am Einfachsten geht dies, wenn deine Nähmaschine ein Knopflochprogramm besitzt. Dann nähe einfach zwei Knopflöcher direkt nebeneinander und schneide dann innerhalb der Knopflöcher den Stoff auf.

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Hat deine Maschine keine Knopflochautomatik, stelle dein Programm auf den engst möglichen Zickzack und nähe zwei Kreise nebeneinander.

Dann kannst du hier innerhalb der Kreise ein Loch hineinschneiden.

12) Nun wird der Tunnelzug genäht. Klappe wieder den Stoff erst 1cm und dann ca. 3cm ein. Kontrolliere, dass die gerade genähten Löcher wirklich zu sehen sind und draußen liegen und dann nähe einmal rundherum mit Gradstich oder Zickzack fest.

13) Als Nächstes schnapp dir eine Kordel oder ein sonstiges dickes Band und ziehe das Band durch den Tunnelzug.

Am Besten dann mit einem Kordelstopper oder dickem Knoten versehen, so dass es nicht aus Versehen wieder herausgezogen wird!

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14) Als letztes kannst du noch außen einen Aufhänger anbringen. Am Besten genau gegenüber von den genähten Knopflöchern.

Dafür kannst du z.B. ein Reststück Webband nehmen. Dieses einmal in der Mitte falten und dann unten (an den offenen Enden) noch einmal ein kleines Stück abknicken (damit die zerfransten Enden vernäht werden) und einfach von außen an den Tütensack nähen.

Fertisch.

Die Anleitung klingt jetzt viel komplizierter, als das Nähen war – es ist wirklich ganz einfach und auch für absolute Anfänger zu schaffen! Nur Mut!

 

 

 

 

 

 

 

 

Pegboard- Werkzeugwand – Kampf dem Chaos Tag 21

Produktrezension

Bei meiner Suche nach guten Ideen, um das Chaos in unserem Werkzeugschuppen zu entfernen, stieß ich auf diese Werkzeugwand * von den „DieHandwerkprofis“.

Diese waren freundlicherweise bereit, mir ein Probeexemplar zu Verfügung zu stellen, was ich dann auf Herz und Nieren prüfen sollte, um es dann in meinem Blog zu beschreiben, was ich natürlich gerne tue.

Werkzeugwand oder Pegboard

Ich war bei meiner Suche nach Ordnungsideen schon öfter auf so eine Werkzeugwand gestoßen, die nicht nur für Werkzeug verwendet werden kann, sondern auch gerne in Hobbyzimmern oder sogar der Küche Verwendung findet.

Einige Beispiele dazu findet ihr in den folgenden Links:

 

Cool finde ich davon eigentlich alle, aber ich muß erstmal Prioritäten setzen. Mein Mann und ich handwerkern Beide total gerne, kriegen aber regelmäßig einen Nervenzusammenbruch, wenn wir in unseren Werkzeugschuppen gehen. 😮

Status quo:

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Werkzeugwandrezension

Die Werkzeugwand ist super leicht und damit echt schnell und einfach anzubringen.Was am Längsten dauerte, war die Entscheidung, wo ich sie hinhänge, weil ich so viele Stellen hatte, wo sie echt praktisch gewesen wäre!

Was ich total schön finde, ist, dass Werkzeughalter mitgeliefert wurde, die alle die gleiche Farbe haben. Das ist für das Auge sehr harmonisch.

Ich musste teilweise etwas raten und rumprobieren, wofür die einzelnen Teile gedacht waren, aber durch Fotos auf der Verpackung konnte man sich gut orientieren  – ich hab mich natürlich  nicht immer dran gehalten, sondern auch mal wild herumprobiert!

 

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Die Werkzeughalter lassen sich leicht anbringen und versetzen und außerdem kann man selber noch mit Haken, Metallkörben o.ä. die Werkzeugwand bestücken.

Das Chaos ist noch nicht mal ansatzweise verschwunden, aber die Wand sieht schonmal toll aus und motiviert mich sehr, den nächsten Schritt zu gehen!

Was ich besonders gut finde, ist, dass ich sie an einer Stelle anbringen konnte ( Am Rand eines Regals), die sonst einfach vom Platz her verschwendet gewesen wäre. Hier hätte man auch keine Nägel oder Haken anbringen können – daran würde ich mir garantiert die Jacke zerreißen – die Werkzeugwand hingegen birgt diese Gefahr nicht.

Zudem ist sie sehr stabil – teilweise war das Werkzeug echt schwer, aber sie hält ohne Probleme alles fest.

Ich bin rundherum zufrieden und kann die Werkzeugwand * wärmstens empfehlen!

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Ich habe vor zwei Jahren zu Weihnachten vom Traummann die oben stehende Werkzeugkiste* bekommen – diese bleibt nach wie vor im Haus, so dass wir nicht für jeden Schraubendreher in den Schuppen rennen muss.

Bisher mussten wir sie allerdings zum heimwerkern im Schuppen dann auch immer rausschleppen – das ist jetzt vorbei. Alle Sachen, die wir doppelt oder dreifach haben sind jetzt auf beide Stellen verteilt.