10 Ordnungsideen für (Klein)-Kinder – Kampf dem Chaos Tag 30

Menno, ich bin immer noch krank. Und zwar bettlägrig krank mit einer ToDo Liste, die es mir eigentlich nicht erlaubt, überhaupt nur zu essen oder zu schlafen.

Aber manchmal sagt der Körper halt – bis hierher und nicht weiter.

Also gibt es heute eine Ansammlung von Ordnungsideentipps für den Alltag mit (Klein) Kindern und nicht das eigentlich geplante und herzzereißende Aussortieren von Büchern (puh!)

Ordnung mit Kindern

Wenn ich mir so anhöre, worüber Eltern am Meisten jammern, sind es Streit um Hausaufgaben oder mangelnde Ordnung im Kinderzimmer und das Unwillen von den Kindern, diesem den Garaus zu machen.

Ich habe damit noch recht wenig Erfahrung, da mein Zwerg noch in dem Alter ist, wo er Nichts lieber tut, als im Haushalt zu helfen, aber auch wir hatten schon so unsere Kämpfe, wenn es darum ging, dass ICH wollte, dass er aufhebt, was er auf den Boden geschmissen hat und ER das mal überhaupt nicht einsah!

Cleveres Diskutieren

Erst gestern erzählte der Traummann von einer Episode mit dem Zwerg (knapp 3 Jahre).

Dieser fummelte begeistert die Klebestreifen von unseren neuen Billighandys fürs Sabbatical und warf diese auf den Boden und fand die Aufforderung, diese dann in den Mülleimer zu tun, ziemlich Kacke.

„Aber du hast sie ja auch dahin geworfen!“ machte wenig Eindruck. Kurz darauf bat der Zwerg, den Traummann, ihm bei einem Klebestreifen zu helfen, den er nicht richtig abkriegte. Als der Zwerg den Streifen dann wieder in die Hand kriegte, mit der Aufforderung auch diesen wegzuwerfen, sagte er:

„Nein, Papa, den musst du wegwerfen!“

„Aber du hast den doch abgemacht!“

„Aber du hast geholfen!!“

Der Traummann musste lachen und machte das dann tatsächlich (die übrigen Streifen dann der Zwerg).

1 ) Ordnung vorleben

Das ist sicherlich die erfolgreichste Strategie und Eine, die ich immer wieder versuche, aber oft dran scheitere.

Kinder lernen durch  Nachahmung. Wenn wir immer xy nach Gebrauch sofort wegstellen und das vielleicht auch noch neutral kommentieren, geht das auch irgendwann in Fleisch und Blut über. Sowohl bei uns, als auch bei unseren Kindern.

2) Nicht streiten und schimpfen

Aufräumen macht oft nicht richtig Spaß, manchmal kann es aber auch sehr befriedigend sein, wenn man erstmal angefangen hat.

Aufräumen macht noch weniger Spaß, wenn man es dann auch noch mit Zwang, Streß und Tränen verbindet.

Nach einigem Trial and Error, habe ich gemerkt, dass das erfolgsversprechendste- im Alter von Zwerg – kein Zwang ist. Ich versuche eher, aus dem Aufräumen einen nebensächlichen Spaß zu machen. Rufe dann vor dem Bett gehen: „Und wer hilft mit, die Spielsachen aufzuräumen?“ – dann ruft der Traummann meist „Ich!!!“ und der Zwerg dann „Ich auch!!!“ und wir räumen friedlich alle zusammen.

Manchmal ruft der Zwerg auch „Ich nicht!!!“ dann antworte ich jetzt „Dann mach ich das!!“ fange an und in 70% der Fälle kommt der Zwerg dann dazu und macht doch mit.

3) Direkt nach dem Spielen aufräumen

Das klingt so leicht und ist doch so schwer. Denn wenn der Zwerg mal alleine spielt (was durchaus noch keine Selbstverständlichkeit ist) und dann von einem Spiel zum nächsten wetzt, dann störe ich ihn niemals nicht auf keinen Fall in seinem Flow, um ihn zum Aufräumen aufzufordern, sondern lasse ihn machen.

NATÜRLICH nicht aus Faulheit ;-), sondern da gibt es bestimmt pädagogisch psychologische Theorien, die sagen, dass das jetzt GANZ wichtig ist.

Wenn wir allerdings mal zusammen spielen oder der Zwerg nach alleine puzzeln mich dann zu etwas Anderem auffordert, dann nutze ich (wenn ich dran denke…. 😮 ), gerne die Gelegenheit, um schnell und selbstverständlich etwas wegzuräumen. Auch hier fordere ich den Zwerg wieder zum Helfen auf, was dann ja hervorragend geht mit dem Argument, dass es ja dann schneller geht und wieder hilft er allerallermeistens sofort mit oder nach kurzem Zögern.

Auch hier merke ich, dass der fehlende Zwang sehr sehr wichtig ist, denn damit wird Aufräumen in Zwergens Kopf nicht zu etwas Abstoßendem.

4) Begrenzung von Spielzeug

Das ist das Wichtigste im Ordnung halten mit Kleinkindern. Lieber Spielzeug rotieren lassen oder noch besser, einfach nicht so viel da haben, als Massen von Zeugs nicht wirklich unterbringen zu können und dann den Überblick zu verlieren.

Hilfreich sind dann offene Regale oder Abstellmöglichkeiten, wo möglichst übersichtlich und ordentlich das Spielzeug verstaut ist, oder

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gelabelte Kisten, wo der Kleinkram verschwindet, man aber trotzdem schnell sieht, wo etwas ist.

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5) Unordnungsherde entlarven und angehen

Bei uns ist das definitiv der Flur. Der Zwerg zieht sich seit Neuestem fast alleine an und aus (juchhu), aber dabei landet die Jacke auf dem Boden und die Halssocke fliegt die Treppe runter.

Lustigerweise findet er Unordnung beim Anziehen aber überhaupt nicht witzig und ist total konsterniert, wenn seine Mütze nicht in seiner Schublade liegt.

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Das ist ja schonmal eine gute Vorraussetzung – jetzt versuchen wir, ihn sanft dazu zu bringen, die Jacke gleich aufzuhängen und Mütze und Halssocke in die designierte Schublade zu tun.

6) Früh anfangen zu üben

Die meisten Kleinkinder helfen gerne im Haushalt mit. Für sie ist es ein spannendes Spiel so zu tun, als würden sie das Gleiche machen wie die Großen.

Das Beste, was man machen kann, um ihnen in Fleisch und Blut übergehen zu lassen, wie aufräumen und putzen funktioniert, ist, sie machen zu lassen.

Das klingt wieder so einfach und kann doch so unglaublich nerven. Der Zwerg fegt ja schon begeistert seit er laufen kann. Dabei bestand fegen natürlich ewig darauf, meinen mühsam zusammengekehrten Haufen wieder auseinander zu fegen. Aaaargggghhhhh.

Wenn der Zwerg wischt (was er nach wie vor mit Freude mind. 2x die Woche macht), dann muss ich mich damit abfinden, dass nachher zwei kleine Kindereimer Wasser auf dem Boden verteilt sind und das Trocknen entweder ewig dauert oder ich noch mal mit dem Zwerg trockenwische.

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Dafür hat er einen Heidenspaß, fühlt sich wichtig und gebraucht und begutachtet jetzt immer schon Küchen- und Badezimmerboden mit Kennerblick „Hier muss aber wirklich mal wieder gewischt werden!“

Ob ich denke, dass er das mit 15 auch noch macht? So naiv bin ich glücklicherweise nicht, aber ich denke, dass er durch diese Tätigkeiten einfach eine Selbstverständlichkeit lernt, im Haushalt zu helfen und ein Auge für Dreck entwickelt.

Und ehrlich – der Kerl ist noch nicht mal 3 Jahre alt und mittlerweile ist er wirklich (!) oft eine Hilfe!

Er kann Schnee schippen, Blätter zusammenfegen, staubsaugen, fegen, wischen, Frühstückstisch decken (abdecken klappt noch nicht), Teile der Spülmaschine ausräumen, das Klo putzen (das Highlight schlechthin für ihn), Küchenschrankfronten polieren und beim Brot backen helfen.

Und das Meiste macht er mittlerweile echt so, dass es mir hilft (ich bin darüber immer noch ganz fassungslos) und auch fast ohne meine Mithilfe!!

Der Weg dahin war nicht immer leicht, von doppelter bis dreifacher Arbeit gekennzeichnet und auch mal mit Scherben, aber wenn man sich generell mit Kind etwas entschleunigt und dann halt das Fegen nicht als blöde Aufgabe, sondern als Beschäftigung mit dem Kind sieht, dann hat man auch schon auf dem Weg dahin eine Menge Spaß! (meistens – denn ab und zu muss halt doch mal was schnell gehen und dann war ich damals natürlich genervt von der „Mithilfe“)

7) Konkret werden

„Räum mal hier auf“ ist viel zu abstrakt für ein Kleinkind und teilweise auch noch für uns als Erwachsene schwierig.

„Wo sind denn die ganzen Spielautos? Komm, wir gucken mal, wie schnell wir alle finden und werfen die dann hier in die Kiste!“ ist hingegen einfacher zu verarbeiten.

8) Nicht belohnen oder loben

Ich bin ja generell ein großer Fan von Alfie Kohn* und viel in unserer Erziehung fußt auf ähnlichen Idealen auf, wie denen, die er in seinen Büchern beschreibt.

Wir gehen grundsätzlich davon aus (siehe Montessori), dass Kinder sich entwickeln WOLLEN, dass sie dazugehören wollen und nicht provozieren, manipulieren oder ähnlichen Blödsinn (vor allem nicht im klassischen „Trotzalter“, wo das ihnen so gerne unterstellt wird).

Genauso denken wir, dass man Kinder nicht mit Belohungstäfelchen, Stickersystemen und übermässigem Lob („Das hast du aber fein gemacht!“ sage ich höchstens zu Hunden) dazu bringen muss, ein guter Mensch zu werden.

Wie man aus der Psychologie weiß, läßt jedes Lob die Motivation und Begeisterung für eine erledigte Aufgabe sinken. Implizit bedeutet das Lob, dass die Aufgabe wohl etwas war, was nervig und blöd war und wie toll, dass man sich trotzdem dazu überwunden hat.

Statt zu loben, versuchen wir zu beschreiben. Statt zu sagen: „Das hast du aber toll gemacht!“, sagen wir „Du hast den Boden gewischt! Der glänzt ja schon richtig!“

Grundsätzlich ist das, finde ich, ein wenig wie man mit gleichberechtigen Menschen umgeht und zeugt auch von Respekt.

Wenn die Küche nach einem Raglettessen mit Freunden vor Fett und Unordnung nur so schreit und ich sehe, dass der Traummann alles piccobello wieder hergerichtet hat, dann sage ich ja auch nicht zu ihm. „Das hast du aber toll gemacht! Hier ist ein Sticker!“, sondern „Mensch! Du hast ja die ganze Küche aufgeräumt! Ich bin begeistert!! Das war bestimmt ganz schön eklig mit dem Raclette, oder?“

9) Abwarten

Wie ebenfalls in Alfie Kohns Buch stand – laut Forschungsergebnisse zu Bindungsstilen ist ein sicher gebundenes Kind keines, was sofort und immerdar den Anweisungen der Eltern gehorcht, sondern ein Kind, was nach einer Auffordung meist zuerst weiterspielt und dann schrittweise mit den Aufforderungen der Eltern kooperiert.

Auch wir merken hier täglich, dass Zwang absolut kontraproduktiv ist, aber dass der Zwerg fast Alles mitmacht, wenn man ihm (teilweise nur illusorische) Freiheit zum selber entscheiden und etwas Zeit an die Hand gibt.

Beispiel – er hat einen Riesenteller mit frisch geschnittener und heiß geliebter Mango vor sich: „Oh Zwerg, darf ich auch ein Stück Mango?“  – darauf heißt es fast immer erstmal „Nein!“ (was mich zugegenermaßen sehr nervt, wenn es um das Teilen mit anderen Kindern geht, weil es das oft sehr schwierig macht).

In 98% der Fälle sagt er 30 Sekunden später: „Hier, Mama. Das Stück darfst du haben!“ und schiebt mir dann meist ein Stück nach dem Anderen hin. Aber er will erstmal die Gewissheit haben, dass es eigentlich SEINE Mango ist und er nicht teilen MUSS.

Manchmal muss er das natürlich, wenn es von Anfang an für Alle gedacht war, aber ich finde es auch wichtig, dass er merkt, dass es Dinge gibt, über die er wirklich alleine entscheiden kann.

Das übertrage ich auch manchmal aufs Aufräumen- dass ihm dann die Gelegenheit gegeben wird, Sachen wild vom Tisch zu werfen, ihm dabei zu sagen, ja, das darfst du (wenn es jetzt nichts ist, was kaputt gehen kann oder Alles dreckig macht, sondern so etwas ist wie beispielsweise Legosteine), wenn du es nachher wieder aufräumst und ihm dann den Zeitpunkt überläßt, wann er damit anfängt (oft mit nochmaliger Erinnerung).

Das klappt ganz gut. Nicht immer, aber immer öfter.

10) Gelassenheit

Vorleben, Probieren, Zeit und Geduld haben und auch ein Stück die Wichtigkeit herausnehmen.

Wie sagte ich noch in einem alten Blogartikel? „Unser Alltag ist ihre Kindheit!“

Will man wirklich, dass sie sich vor Allem an Streits übers Aufräumen und Hausaufgaben erinnern? Klar müssen diese Dinge sein, aber manchmal sieht man auch den Wald vor lauter Bäumen nicht und man streitet und schimpft über Dinge, die im großen Ganzen gesehen einfach nicht wichtig sind.

Dann hängt man halt ausnahmsweise fix ne Jacke stillschweigend auf, anstatt immer Alles zum Thema zu machen und freut sich über einen vermiedenen Streitpunkt.

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Ordnung im Schlafzimmer – Kampf dem Chaos Tag 25

Heute sind im Post vermutlich keine besonderen Anregungen für euch enthalten – ich habe einfach ganz schnöde unser Schlafzimmer aufgeräumt, was in den letzten Wochen sehr vernachlässigt wurde.

Grund war, dass der eigentlich durchschlafende Zwerg sich zu einem kleinen Schlafmonster entwickelt hat und wir die halbe Nacht zwischen unserem Bett und seinem Floorbed hin und hergetingelt sind.

Irgendwann habe ich mich geweigert und das Familienbett wieder eingeführt. Mit halbem Erfolg.

Der Zwerg findest toll, der Traummann klagt über den kleinen Ziegenbock, der ihn nachts Kopf voran aus dem Bett schubsen will und ich finde es besser als das Hin und Hertingeln, da ich nach jedem kleinen Weckruf auch schnell wieder schlafe, aber entspannt durchschlafen ist anders.

Wieso dachte ich eigentlich pre-Kind, dass diese mit einem Jahr durchschlafen?

Egal – ich komme vom Hundertsten ins Tausendste – unser Schlafzimmerchaos wurde vor allem von meinen zwei Lieblingsmännern verunstaltet.

Traummann sammelt seit seiner Jugend Perry Rhodan Hefte (bei uns auch liebevoll Schmuddelhefte genannt) und hat quasi seit Anbeginn an alle Erstausgaben dieser Hefte, die bei uns eine komplette Abstellkammer einnehmen (und hat die Frechheit, mich Nerd zu nennen, nur weil ich gerne Harry Potter Fanfiction lese)

😀

Zudem waren wir nicht so richtig drauf eingestellt, dass dann auf einmal jeden ABend mindestens ein weiteres Kinderbuch den Weg in unser Schlafzimmer findet und wir abends aber nicht mal eben fix noch 3 Minuten alles wegräumen können, weil der Zwerg beim friedlichen Schnarchen nicht gestört werden soll.

Hence die unschönen Fotos da oben.

 

15 Minuten später sah das Ganze doch schon wieder viel einladener aus.

Werkzeugschuppen gangbar machen – Kampf dem Chaos Tag 19

Ich springe etwas hin und her – ich gebe es zu. Die Speisekammer muss noch weiter bearbeitet werden, meine Kleiderschränke (und wohl auch die vom Zwerg) müssen weiter aussortiert werden und die Küche ist ebensowenig fertig wie mein Nähzimmer.

Alles euch zuliebe, denn ich hoffe, dass euch meine Posts noch etwas mehr fesseln, wenn ich etwas abwechslungsreich aufräume. (Jetzt wusste ich tatsächlich gerade eine Sekunde lang nicht,  wie man „abwechslungsreich“ schreibt. Kennt ihr da, wenn Einem plötzlich die normalsten Worte ganz seltsam vorkommen?)

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Wie auch immer – der Traumann und ich (und selbst der Zwerg) handwerken total gerne.

Leider neigen wir Beide dazu, nach getanenem Werk, die benutzten Sachen einfach auf die Arbeitsfläche zu ballern und zu verschwinden.

Zudem haben wir relativ wenig Stauraum für Werkzeuge etc., was aber vor allem daran liegt, dass wir noch Viel von unserer Kernrenovierung rumfliegen haben  (Zement, Putz, Lehmfarbe, Massen an Steckdosen und Kabelzeugs und schlag-mich-tot) und das die Regale besetzt.

Das ist aber mal wieder ein Projekt für viele Tage (oder ein freies Wochenende), also widme ich mich erstmal dem dringendstem Problem – Werkzeug ordnen und gut greifbar machen und Arbeitsplatte freiräumen.

Dafür räume ich von zwei Regalbrettern unsere kleingehackten Bäume runter – da des Traummanns Herzenswunsch ein Kamin ist, haben wir schonmal sämtliche Zweige, Stämme und Holzreste gesammelt, die beim Durchschlagen durch den Dschungel – pardon – unserem Garten – so anfielen. Diese nahmen dann schon zwei komplette tiefe Regalbretter ein.

Das ganze Holz packte ich erstmal unter der Regal (hier lagen während der Renovierung Massen an Lehmputzsäcken oder Ähnliches) und säuberte dann unter starkem Husten das Regal, bevor es zu einem Werkzeugregal wurde:

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An der einen Seite lagerte ich dann die gesammelten Holzstücke, mit denen der Traummann ein Windrad bauen möchte und ich immer mal wieder Montessorimaterial bastel.

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Auch die Arbeitsplatte wurde freigeräumt – teilweise in den tollen Apothekerschrank, der im Schuppen ist und teilweise erstmal in Kisten, um den Rest dann die Tage zu ordnen.

So langsam denke ich, dass ich die Kampf dem Chaostage bis zu unserem Abflug am 02.03. durchführen muss!

Aber nein – der kommende Monat ist zur Hälfte meiner (am Mittwoch endlich hier erscheinenden ) Wolle-Seide und zur Hälfte der Vorbereitung aufs Sabbatical verplant! Bis dahin muss hier also eine Grundordnung herrschen. Hmmmm – aber jetzt muss ich erstmal aufs Sofa – der männliche Teil meiner Familie wird nämlich gerade Tag für Tag kränker und wer muss dann also Alles machen? Genau – Muddern. Die jetzt schlagkaputt ist.

 

 

Küchenschubladen radikal ordnen – Kampf dem Chaos Tag 12

Na, seid ihr alle noch aktiv dabei? Ich merke erstaunlicherweise, wie mir das tägliche extra Aufräumen und Ausmisten so langsam in Fleisch und Blut übergeht. Und vor allem immer mehr, dass wir es (bisher) schaffen, die geordneten Ecken zu 90% den ganzen Tag über ordentlich zu lassen. Das ist extrem cool!

Gestern musste ich einmal den Traummann zurückpfeifen, der den Zucker an die falsche Ecke stellen wollte und er hat ganz verschreckt die hübsche Glasdose an den exakt für sie vorgesehenen Platz gerückt.

Aufgabe heute

Die Küchenschubladen ausmisten und aufräumen. Von mir gibt es dazu eine wahre Bilderflut!

Küchenecke für Kleinkinder

Schon lange spiele ich mit der Idee, eine Küchenecke für den Zwerg einzurichten. Er hat ein (selbstgebaute) Kinderküche, die er eifrig bespielt, aber da er so gerne im Haushalt hilft, wollte ich ihm gerne die Gelegenheit geben, da selbständiger aktiv zu werden.

An seinen Besen und sein Kehrblech (hab ich allerdings von hier: https://www.pruefl.com/presta/DE/) kommt er schon lange selbständig dran und holt es immer wieder und gerne heraus.

Auch an das Waschbecken kommt er – ehemals mit dem selbstgebautem Lernturm* (erinnert mich dran, dann mache ich nochmal ne Bauanleitung) und jetzt mit seinem Hocker gut selber dran.

Aber Gläser, Tassen und Teller sind noch zu weit oben für ihn.

Am Liebsten hätte ich die Dinge in offene Regale gestellt, so dass er sie auch sofort sieht, aber der Zwerg hat das Prinzip auch so sofort verstanden und war am Abend gleich empört, als ich ihm – in alter Gewohnheit – eine Tasse aus seiner Schublade holte. Das ist Zwergensache.

Seht selbst – vorher und nacher:

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Vorher waren da alte Tüten gelagert, jetzt sind da Teller, kleine Tassen und Besteck. Vor allem Messer. Denn Messer für den Tisch decken ist seit Monaten hier „mein Job!“ wie der Zwerg immer wieder gerne sagt.

Weitere Schubladen

Soweit so gut – jetzt geht es an den Rest des Chaoses – die Backschublade, die Schublade mit Kochutensilien direkt unter der Herdplatte und die Tupperware* Schublade.

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Es kam wieder eine große Tüte mit Spendenküchensachen zusammen.

Besonders glücklich bin ich über die Organisation der Tupperschublade – hier haben wir jeden Morgen unnötige Zeit damit verbracht, nach einer Dose zu suchen, die einen passenden Deckel hat. Diese Zeit fällt jetzt endlich weg.

Der Zwerg hat eifrig mitgeholfen, für jede Dose einen „Partner“ zu finden und war generell eifrig mit dabei, die Schubladen auszuwischen und aussortierte Sachen wieder aus der Mülltüte zu fischen, denn „das gefällt mir!“ und in seine Kinderküche zu schleppen. Zum Glück konnten wir das letztendlich auf wenige Dinge beschränken.

Denn seine Kinderküche ist auch bald beim Ausmisten dran!